Gesamtübung

19. Oktober 2018
Simulierter Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person.

Übung macht den Meister. So und nicht anders ist es auch bei der Feuerwehr.

Aus diesem Grund haben sich am Freitagabend 15 Kameraden aus Kist, darunter vier neue Gesichter (es dürfen ruhig auch noch mehr werden)  um 18:30 auf dem Betriebsgelände der Firma Auge in Kist eingefunden. Dankenswerterweise hat uns das Abschlepp und Bergeunternehmen Auge für unsere Oktoberübung ein Schrottauto samt Übungsgelände zur Verfügung gestellt, sodass wir unter realen Bedingungen üben konnten.

Simuliert wurde ein Verkehrsunfall mit PKW, bei dem der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt wurde. Schnell war klar, dass der Patient aufgrund seiner Verletzungen möglichst schonend aus dem Unfallwagen gerettet werden muss. Aus diesem Grund entschied man sich für eine große Seitenraumöffnung. Bei dieser Methode werden beide Türen auf der Seite der eingeklemmten Person einschließlich B-Säule entfernt, um möglichst viel Platz für die Patientenrettung zu schaffen. Zusätzlich wurde der Vorbau des Fahrzeugs mit Hilfe von sogenannten Rettungszylindern vorgedrückt um die Patientenrettung so einfach wie möglich zu gestalten. Bevor allerdings mit der aufwendigen Rettung unter Zuhilfenahme von Schere und Spreizer begonnen werden konnte, musste das Fahrzeug als erstes sicher Unterbaut werden. Hierzu besitz die Feuerwehr Kist sogenanntes Unterbaumaterial, welches hinter die Vorder- bzw. vor die Hinterachse gesetzt wird, sodass ein ungewolltes bewege des Fahrzeugs ausgeschlossen werden kann. Hinzu kommt, dass der Druck aus den Reifen gelassen wird um zusätzlich die Auflage auf dem Unterbaumaterial zu erhöhen. Nachdem das Auto sicher unterbaut war, konnte mit der großen Seitenraumöffnung begonnen werden. Anschließenden kümmerten sich die Kameraden um die Patientenrettung. Hierfür setzten wir unser Spineboard, das auch Rettungsbrett genannt wird ein. Diese Brett wird sehr häufig zur Patientenrettung aus verunfallten Fahrzeugen benutzt, da der Patient auf dem Board komplett fixiert werden kann um weitere Verletzungen beispielsweise an der Wirbelsäule zu verhindern. Eine patientenschonende Rettung steht bei solch einem Unfallgeschehen immer an oberster Stelle.

Abschließend kann man von einer sehr gelungenen Übung sprechen, bei der alle Kameraden super zusammen gearbeitet haben und sich wieder mal gezeigt hat, dass wir im Fall der Fälle gut gerüstet sind.