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Geschichte der Feuerwehr Kist

Mindestens seit 1830 wurde in Kist schon regelmäßig Feuerbeschau gehalten und streng gehandhabt.
1846 waren in Kist 50 lederne Feuereimer vorhanden. 1858 kaufte man bei der königlich-bayerischen privaten Löschmaschinenfabrik J. W. Engelhardt & Co. in Fürth eine Druckspritze. Der Wethkanal im Unterdorf wurde zur besseren Verwendung ausgemauert.
Vom 13.September 1885 gibt es einen Bericht über die Inspektion der Pflichtfeuerwehr Kist im Gemeindearchiv. Dieser Bericht besagt, dass zum genannten Tag eine Übung anberaumt war. Durch ein Missverständnis waren nicht alle Wehrpflichtigen zum Erscheinen aufgefordert worden und die wenigen Angetretenen waren nicht mit der richtigen Behandlung der Geräte vertraut.
Die Leiterübung musste wegen mangelnder Mannschaft ganz ausfallen, aber die Spritzenübung wurde durchgeführt.
Gerügt wurde, dass nach der Stammliste nur 12 Mann den beiden Spritzen und 13 Mann den Leitern zugeteilt waren und dass von diesen nur 7 Mann ständigen Ortssitz hatten, während die anderen ihrem Erwerb auswärts nachgingen.
Leider beginnt die Verpflichtung zum Löschdienst erst mit dem 18. Lebensjahr. Die Mannschaft müsse mehr üben und die Anstellleiter solle in eine freistehende umgewandelt werden.
Im Falle eines Brandes hatten nachbarliche Wehren Hilfe zu leisten: die Gemeinden Höchberg, Waldbrunn, Waldbüttelbrunn, Eisingen, Gerchsheim, Kleinrinderfeld und Reichenberg.
Uengershausen und Kleinrinderfeld konnten befreit werden, weil sie erst nach 4 - 5 Stunden eintreffen könnten.
1889 wurde die Freiwillige Feuerwehr Kist gegründet. Gründungskommandant war Karl Walk, Gründungsmitglieder Johann Michel, Josef Stößer, Max Huller, Bruno Scheder, Adam Walk, Nikolaus Weber, Georg Fleischmann, Johann Seubert, Peter Dürr, Andreas Philipp, Franz Häfner, Karl Schneider, Valentin Stumpf, Aquilin Seubert, Johann Werner, Viktor Thoma, Egid Kiesel, Peter Huller, Friedrich Willmy, Klemens Scheder, Ambros Göbel und Johann Scheder I.
Ein Vereinsbild zeigt noch elf dieser Gründer. Sie tragen bereits die Ehrenschnüre für längere Dienstzeit, wie sie 1899 eingeführt wurden.
Für die nächsten Jahre liegen keine Aufzeichnungen vor, außer, dass 1906 eine neue Feuerspritze angeschafft wurde. Dieses seltene Stück wird heute noch mit Ehrerbietung aufbewahrt und hat auch im neuen Gerätehaus einen Ehrenplatz.
Während des zweiten Weltkrieges wurde die Feuerwehr in die Hilfspolizei eingegliedert und der Kommandant trug die Bezeichnung „Wehrführer“.
1955 wurde Alois Scheder für seine 47jährige Tätigkeit in der Feuerwehr, von denen er viele Jahre als 1. Kommandant führend war, zum Ehrenkommandanten ernannt. Bis zu seinem Tod war er über 66 Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Kist, davon über 30 Jahre in führender Stellung. Die gleiche Ehrung erfuhr 1975 auch Helmut Willmy.
Im Jahr 1963 erhielt die Wehr ein zweites TS-8-Gerät, 1968 eine fahrbare Anhänge-leiter und ein modernes Feuerwehrhaus mit Schlauchwaschanlage und Trockenturm. 1973 einen Mannschaftswagen, 1981 ein LF-8-Gerät und 1988 konnte der Schulungsraum eingeweiht werden.
Zum 75jährigen Jubiläum wurde eine sehr schöne Vereinsfahne angeschafft.
1991 beschaffte sich die Wehr einen VW-Bus von der Polizei, der in Eigenregie umlackiert und umgebaut wurde.
1994 wurde ein Spreizer für die Rettung von Verletzten aus verunfallten Fahrzeugen beschafft und in das LF-8 eingebaut.
Ebenso 1998 ein modernes Hochdrucklöschgerät, als Ersatz für die aus Altersgründen ausgemusterte TS-8.
1999 wurde eine „First-Responder“-Gruppe ins Leben gerufen um als Helfer vor Ort (HvO) den Rettungsdienst zu unterstützen. Seit dieser Zeit sind auch Frauen im Aktivendienst tätig. 2005 wurde der VW-Bus, welcher vorrangig von den First-Respondern genutzt wurde, durch einen modernen FIAT-Bus ersetzt.
Durch regelmäßige Schulungen und Leistungsprüfungen sind alle Aktiven stets auf einem guten Leistungsstand.

Kommandanten


1923 - 1935                Alois Scheder

1935 - 1936                Ernst Seubert

1936 - 1939                Otto Hofmann

1939 - 1955                Alois Scheder

1955                          Otto Hofmann

1955 - 1960                Herbert Huller

1960 - 1964                Helmut Willmy

1965 - 1969                Adolar Scheder

1970 - 1974                Helmut Willmy

1975 - 1985                Ludwig Spall

1985 - 1988                Kurt Michaelis

1988 - 2012                Erhard Spiegel

Seit 2012                    Marco Spiegel

 

Vorstände

 

1939 - 1949                Johann Sachs

1950 - 1951                Valentin Huller

1952 - 1958                Hans Simeth

1959 - 1963                Alois Scheder

1965 - 1975                Helmut Willmy

1975 - 1985                Edwin Nusser

1985 - 2002                Gerhard Huller

seit 2003                    Erhard Spiegel